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Samastah Experience Festival 2023

Man·nig·fal·tig

[in großer Anzahl vorhanden und] auf vielerlei Art gestaltet


Gefühle und Emotionen bunt und vielfältig, wie ein Festival.

Mannigfaltig. Das Wort beeindruckt mich. Ich verwende es als das Synonym für all meine unterschiedlichen Breathwork Erfahrungen, die ich bislang machen durfte. Als selbst Teilnehmende oder als Session Gebende. Jede Erfahrung bleibt eine Momentaufnahme. Jeder Moment ist eine Sequenz. Unterschiedlich und viel zu groß, um das Erlebte detailliert in passende Worte zu pressen. Gefühle lassen sich nicht eindeutig und definiert mit Worten beschreiben. Ein Gefühl ist ein Gefühl. Das du so fühlst, wie du - und ich, wie ich. Oder auch: Ich fühle was, was du nicht fühlst. – Und was fühlst du?


Die Mannigfaltigkeit vom transformierenden Beambreath® Breathwork wurde mir mal wieder förmlich auf einem Gold-Tablett serviert. Letztes Wochenende war ich auf dem Samastah Experience Yoga Festival. Ich durfte die Energie des Miteinanders aufsaugen und am Abend eine Outdoor Beambreath® Session halten.

Es war ein verdammt drückender, schwüler Sommertag – inklusive warmem Sommerregen. Na klar, wir leben ja schließlich in Hamburg. - Regenwetter-Klischee Ende. Und ich war da. Für 9 Menschen, mit und ohne Breathwork Erfahrungen. Für jedes einzelne Bedürfnis. Ich habe geleitet. Gehalten. Begleitet und gehandelt. Mich intuitiv von meinem Gefühl und der Energie zwischen uns leiten lassen.

Zwischen selig im Herzen und erschöpft.

Heute sitze ich auf meinem Balkon und lasse Revue passieren. Erleichtert und bestärkt. Die vielfältigen und andersartigen, sichtbaren und unsichtbaren Auswirkungen der Festival Beambreath® Session schwingen in mir nach.

Liebe. Trauer. Wut. Vertrauen. Ruhe. Hilflosigkeit. Angst. Zuversicht. Rücksicht. Verbundenheit. Freude. Glück. All das war im Raum. Im energetischen Raum versteht sich. Denn wir waren draußen, auf einer wunderschönen Wiese in einem Inselpark. Bei Nieselregen – in Hamburg sagen wir Sprühnebel dazu. Umgeben von altem Baumbestand und einem angrenzenden Gewässer. Herrlich. Auf dem Timetable wurde ich bereits angekündigt. Über den Tag verteilt habe ich schon mit interessierten Menschen über die bevorstehende Beambreath® Session am Abend gesprochen. Ich traf auf Dankbarkeit über das Angebot, Vorfreude und Zurückhaltung bei kurzer Beschreibung der möglichen Tiefgründigkeit.


Um 18Uhr war es dann so weit. Nach einer kurzen Einführung über Herkunft, Technik, Wirkung und Kontraindikationen ging es los. Musik an. Guten Flug. Mit jedem Atemzug konnte ich sinnbildlich beobachten, wie sich der Verstand aus den Körpern schlich. Körper zuckten. Hände krampften. Gesichter lächelten. Ich sah Trauer. Ich spürte Vollkommenheit. Einige Körper waren so still, dass ich keine Bewegung wahrnehmen konnte. Ich ging durch die Reihen. Spürte und fühlte mit ihnen. Der Beat der Musik und die gleichmäßige Atmung in der Runde hat die Gruppe getragen. Da war ein miteinander verbunden sein. Ein Raum. Unser Raum. Den wir gemeinsam kreierten. Ich spürte Sicherheit. Sorglosigkeit. Ich sah, wie sich eine Teilnehmende selbst fest im Arm hielt. Sie schien zufrieden und gelöst. Tränen flossen. Ich sah gähnende Münder. Ein körperliches Winden und ganzheitliches Arbeiten , durch die Phasen der Befreiung hindurch.

Es waren 9 Personen. 9 Intentionen und 9 Entscheidungen dabei zu sein. 9 unterschiedliche Körper mit ganz individuellen Ausdrucksweisen. 9 Gemütszustände. Und ich. Mittendrin. Ein unbeschreibliches Gefühl der Fülle und Dankbarkeit.


Breathwork ist wie atmen. Nur krasser.

Der befreiende Schrei am Ende hallt nach. Wuuuusch.

Die Session fühlte sich genauso, wie auf meinen Glitzer-Aufkleber beschrieben an: „Breathwork ist wie atmen. Nur krasser.“ So auch die Rückmeldung der Teilnehmenden. Ich hatte also nicht zu viel versprochen und bin mir einer Sache bewusster denn je.

Es ist egal, wieviel man im vornherein über Erfahrungen und Möglichkeiten die in, während und nach einer transformierenden Breathwork Session passieren können berichtet oder philosophiert. Man darf gut sein lassen sich Themen zurecht legen zu wollen, die dann auch bitte genau heute vom Unterbewusstsein an die Oberfläche gespült werden. Wir dürfen uns erlauben intuitiv in dem Moment zu versinken. Jede Session ist so individuell wie dein Gemütszustand im Hier und Jetzt. Jedes Gefühl, jede Erfahrung und all das Erlebte lässt sich nicht in Schubladen und vermeintlich passende Worte pressen.

In dir geschieht die Magie, die keine Deutung braucht. Jede Erfahrung nährt dich auf irgendeiner Weise und du wächst. In dir und womöglich auch über dich hinaus.

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